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Drei Tage in Denia

Donnerstag, 20. März                     10.01 Uhr                      Kalendarischer Frühlingsanfang

Richtung Norden setzen wir heute unsere Reise fort. Garrucha und Aguilas werden durchquert, bevor wir südlich von Mazzaron bei Calnegre wieder auf den dortigen Wohnmobilstellplatz einbiegen. Schon auf der Hinreise vor vier Wochen haben wir hier auf dem angrenzenden Campingplatz übernachtet, heute soll es der reine Stellplatz sein.

Die Anlage ist recht neu, der Zugang durch Kamera und Schranke geregelt, die Parzellen haben eine ordentliche Größe. Für Ver- und Entsorgung ist alles parat, lediglich der Strom ist noch nicht angeschlossen. An Sanitärcontainern wird gearbeitet. Wenn erst einmal alles fertig ist, wird dieser Stellplatz sicherlich eine sehr gute Alternative zur „Schlangenbucht“ bzw. „Ziegenwiese“ sein. 12€, zu bezahlen am Automaten, erscheinen uns eine reelle Gebühr.

Da wir am frühen Nachmittag vor Ort sind, haben wir genügend Zeit für ein Ankommensgetränk auf den Campingstühlen bei strahlender Sonne.

Keine hundert Meter sind es bis zum Strand - erschreckend ist der Anblick dessen, was so alles angeschwemmt wird!

Soviel Plastik in allen Variationen - kaum zu glauben!

 

Auf dem TV gibt es heute Abend ein Länderspiel vs. Italien! Mal schauen, wie stark die Squadra Azzura momentan ist!

Freitag, 21. März

Wer hätte gedacht, dass wir auswärts in Mailand gewinnen werden – und das noch nicht einmal unverdient.

Nun als weiter, nach Mazzaron in den Mercadona. Das Wochenende naht, alle Vorräte müssen aufgestockt werden.

Andalusien haben wir schon verlassen, wir passieren Cartagena, Torrevieja, Alicante und Benidorm, um die A7 bei Altea / Calpe zu verlassen.

In Altea gibt es einen Stellplatz im Hafenbereich, natürlich „Complet“.

Calpe ist ja nicht weit, hat auch einige Wohnmobil-Stellplätze. Drei Stellplätze klappern wir ab, alle drei präsentieren das Schild „Complet“ am Eingang! Was ist denn hier los? Es kann doch nicht wahr sein, dass diese Städte schon so früh im Jahr so begehrt und so stark frequentiert sind.

Ein Blick auf die Landkarte und im Internet zeigt uns, dass wir uns Richtung Norden orientieren müssen.

Benissa weist einen Stellplatz auf. Nein, hier wollen wir nicht bleiben, am Straßenrand mit Blick auf die graue Wand des Feuerwehrgebäudes.

Es gibt ja noch Javea mit einem Campingplatz, den wir aber trotz zweier Navis nicht finden.

 

Wann hört die heutige Kurverei wohl auf? In Denia! Auf dem Parkplatz am westlichen Rand des Hafens stehen bereits vier Wohnmobile. Wir gesellen uns dazu. Hier sieht es gut aus, hier stehen wir mit Blick auf Hafen, Meer und Altstadt. Das Hinweisschild am Kassenhäuschen des Parkplatzes gibt uns weiterhin die Gewissheit, dass Wohnmobile erlaubt sind.

Stellplatz am Hafen Denia
Stellplatz am Hafen Denia

Samstag, 22. März

Heute wollen wir Denia kennenlernen. Der Hafen mit den Segelbooten ist ja schon vielversprechend, die Altstadt ist es hoffentlich auch.

Nach nur wenigen hundert Metern erreichen wir die Haupteinkaufsstraße, radeln die Fußgängerzone hinauf bis wir nach knapp einem Kilometer an einem kleinen Platz mit Springbrunnen für einen Fotostopp halten.

Altstadt Denia
Altstadt Denia

Wir folgen anschließend den Schildern zur Markthalle (bis 15.00 Uhr geöffnet), gehen dann weiter zum Rathaus, wo eine schick heraus geputzte Hochzeitsgesellschaft bei Blaskapellenmusik ausgelassen feiert.

Markthalle Denia
Markthalle Denia
Hochzeitsgesellschaft vor dem Rathaus
Hochzeitsgesellschaft vor dem Rathaus

Wir beide wollen heute nicht unbedingt feiern, aber wie so viele andere Sonnenhungrige lassen wir uns an einem der letzten freien Tische einer Bar nieder. Ein Sangria bei Sonnenschein – besser geht es nicht!

ohne Worte
ohne Worte

Zum Abschluss noch etwas Quälerei, denn schließlich soll die Burganlage, die hoch oben über Denia thront, besichtigt werden. Welch schöner Ausblick von Wehrturm – Blick in die Berge, Blick über das Mittelmeer, Blick über die Dächer der Stadt.

Abendstimmung im Hafen!

Sonntag, 23. März Wenn die Sonne schon morgens scheint, dann muss man es auch ausnutzen. Also sitzen wir nach dem Frühstück vor dem Wohnmobil, blicken auf den Yachthafen und beobachten die sonntäglichen Spaziergänger.

Erst am frühen Nachmittag werden die Fahrräder startklar gemacht, und die Küstenlinie entlang zu fahren und einen Eindruck von Denia und Strand zu gewinnen.

Auf dem Rückweg steuern wir noch einmal in die Altstadt, benutzen aber den Tunnel, der unterhalb der Burganlage durch den Berg führt. Auf Schaubildern lernen wir, dass dieser Tunnel zur Zeit des Spanischen Bürgerkrieges den Bewohnern als Schutzbunker diente.

Schutzbunker /  Tunnel unterhalb der Burganlage
Schutzbunker / Tunnel unterhalb der Burganlage